Therapieangebote

Sprachentwicklungsstörungen

Definition, Ursachen und Behandlung

Wir helfen Ihnen bei allen logopädischen Störungsbildern und stehen Ihnen jederzeit für Fragen zu Sprachentwicklungsstörungen zur Verfügung.

Jetzt telefonische Erstberatung in Anspruch nehmen
Logopädie für Kinder in Wunstorf/Steinhude

Was sind Sprachentwicklungsstörungen?

Sprachentwicklungsstörungen betreffen die Kommunikation, das Sprachverständnis, den Wortschatz und die Laut-, Wort- und Satzbildung. Bei einer Sprachentwicklungsstörung sind oft mehrere Bereiche gleichzeitig betroffen. Ein zu geringer Wortschatz kann zur Erschwerung der Störung beitragen, weil der Erwerb grammatischer Regeln wie z.B. die Verbkonjugation (ich singe, du singst, er singt …) voraussetzt, dass dem Kind genügend Wörter zum Trainieren der Regeln zur Verfügung stehen.

Die Störungen des Lauterwerbs, des Wortschatzes und der Grammatik können aber auch isoliert auftreten, ebenso wie Störungen der Kommunikation, die dann als „Pragmatische Störungen“ bezeichnet werden.

Welche Ursachen haben Sprachentwicklungsstörungen?

Eine Sprachentwicklungsstörung tritt zu Beginn oder während der Entwicklung eines Kindes auf und wird häufig z.B. durch eine Hörstörung, Behinderungen oder auch langanhaltende Mittelohrentzündungen zum Zeitpunkt der „sprachsensiblen Phase“ (2. und 3. Lebensjahr) verursacht. Liegt keine erkennbare Ursache für eine Sprachentwicklungsstörung vor, spricht man von einer „umschriebenen Sprachentwicklungsstörung“.

Wie diagnostiziert man eine Sprachentwicklungsstörung?

Im Rahmen der logopädischen Untersuchung wird mit den Eltern ein „Anamnesegespräch“ geführt, um eine Einschätzung zur allgemeinen, z.B. zu besonderen Ereignissen im Leben des Kindes (z. B. Krankenhausaufenthalte) und Sozialkontakten, und sprachlichen Entwicklung des Kindes zu erhalten. Dies erlaubt einen umfassenden Einblick in die Lebensbedingungen des Kindes, die bei der Therapieplanung berücksichtigt werden. Es ist optimal, wenn das Anamnesegespräch nicht in Anwesenheit des Kindes und zeitlich vor der Untersuchung geführt wird. So hat die Untersucherin Zeit sich entsprechend vorzubereiten, z.B. für die Auswahl von Spielmaterialien, die den Interessen des Kindes entsprechen, oder von Test- und Screeningverfahren, mit deren Hilfe die von den Eltern beschriebenen sprachlichen Auffälligkeiten gezielt untersucht werden können.

In einem Freispiel oder Gespräch wird zunächst der Kontakt zum Kind aufgebaut, gleichzeitig erlaubt die Gesprächs-/Spielsituation auch eine Einschätzung der sprachlichen Fähigkeiten, d.h. wie das Kind in Kontakt zur Untersucherin tritt, Laute ausspricht, welche Wörter und Äußerungen (Sätze) es verwendet.

Je nach Vertrautheit zwischen Kind und Therapeutin kann bereits in der ersten Stunde eine Überprüfung mit einem Sprachentwicklungstest durchgeführt werden. Screenings werden immer dann eingesetzt, wenn ein Testverfahren nicht geeignet ist, die spezifischen Probleme des Kindes zu erfassen. Die Ergänzung mit Hilfe zusätzlicher Screenings ist notwendig, um eine Therapieplanung erstellen zu können, die an den kommunikativen und sprachlichen Problemen des Kindes ansetzt.

Wie behandelt man eine Sprachentwicklungsstörung?

Kennzeichen logopädischer Kindertherapie ist das prozessorientierte Vorgehen. Alle Kinder befinden sich zum Zeitpunkt der Therapie noch in der Entwicklung, d.h. ihre (sprachlichen) Fähigkeiten verändern sich fortlaufend. Therapeutinnen passen die Therapie diesen Veränderungen an, um erfolgreich arbeiten zu können.

In der Kindertherapie wird entweder direkt, indirekt oder in Kombination von direkten und indirekten Methoden mit dem Kind gearbeitet. Indirekt bedeutet, dass die Arbeit mit dem Kind im Spiel erfolgt, d.h. dem Kind ist nicht bewusst, dass eine Störung vorliegt. Der Therapeut erarbeitet die sprachlichen Strukturen, indem er sie dem Kind anbietet und im Spiel deren Verwendung verdeutlicht. Das direkte Vorgehen ist dadurch gekennzeichnet, dass das Kind genau weiß, worum es geht, und bewusst mitarbeitet. Relativ häufig wird die Therapie mit Hilfe indirekter Methoden (z.B. „Inputspezifizierung“) begonnen, weil die Kinder aufgrund eines „Störungsbewusstseins“ eine direkte Arbeit am Problem zunächst verweigern. Lässt das Kind ein direktes Vorgehen (z.B. in Form von Übungen) zu, kann dies die Therapie beschleunigen.

Was wenn Sie oder Angehörige davon betroffen sind?

Wenn Sie selbst oder Angehörige davon betroffen sind, sollten Sie sich auf jeden Fall beraten lassen. Vereinbaren Sie einfach einen Termin beim Arzt Ihres Vertrauens oder rufen Sie in unserer Praxis an und wir helfen Ihnen gerne weiter.

Jetzt telefonische Erstberatung in Anspruch nehmen
Erfahrungen & Bewertungen zu Praxis Dorothea Schmidt | Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie